Stephan Weil empfängt das IfBB der Hochschule Hannover als „Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen“ 2018

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(Hannover, 13.08.2018) Mit dem Projekt „Faire Computermaus aus Biowerkstoff“ zählt das IfBB – Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe an der Hochschule Hannover zu den fünf innovativen Preisträgern des Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ 2018 aus Niedersachsen. Anlässlich eines Empfangs im Gästehaus der Landesregierung in Hannover begrüßte Ministerpräsident Stephan Weil am 13.08.2018 die fünf Preisträger und sprach ihnen für das beispielhafte Engagement und die vorbildlichen Leistungen seine Glückwünsche aus:

„So vielfältig wie unser Bundesland sind auch Ihre Ideen. Ich staune immer wieder über die Kreativität und das Engagement aller Beteiligten, wenn es darum geht, Neues und vor allem Positives zu erforschen und nutzbar zu machen. So unterschiedlich Ihre Projekte auch sind, sie eint der gemeinsame Wille, unsere Gesellschaft und unsere Wirtschaft weiter zu entwickeln. Das gehört zu Recht ausgezeichnet.“

Die Preisträger der Hochschule Hannover. Quelle: Deutschland – Land der Ideen/Alexander Demandt

Eine hochkarätig besetzte Jury wählte die faire Computermaus aus Biowerkstoff aus knapp 1.500 eingereichten Bewerbungen als eines von 100 herausragenden Projekten zum Jahresmotto „Welten verbinden – Zusammenhalt stärken“ in Deutschland aus. Die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und die Deutsche Bank richten den Innovationswettbewerb seit 13 Jahren gemeinsam aus.  

Quelle: Kathrin Morawietz

Faire Computermaus aus Biowerkstoff

Die faire Computermaus ist ein kleiner Leuchtturm für nachhaltiges Wirtschaften:

Die Maus des Vereins NAGER IT e. V. ist nicht nur unter menschenwürdigen Arbeitsbedingungen produziert, ihr Gehäuse besteht auch aus einem nachhaltigen Biowerkstoff: Polymilchsäure, hergestellt aus Zuckerrohr. Dieses Material wurde vom IfBB – Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe an der Hochschule Hannover entwickelt und besteht zu über 80 % aus nachwachsenden Rohstoffen.

Polymilchsäure (Polylactid Acid, PLA) ist einer der am häufigsten eingesetzten biobasierten Kunststoffe. Neben vielen anderen Produkten werden z. B. Verpackungen, Büro-Utensilien und medizinische Implantate daraus hergestellt.

Im Unterschied zu erdölbasierten Kunststoffen bieten die eingesetzten Rohstoffe Maisstärke oder Zucker Chancen, sich von Rohölimporten aus politisch instabilen Ländern und den ökologischen Folgen durch die Nutzung petrochemischer Rohstoffe zu lösen. So verbindet die Computermaus Nachhaltigkeit mit Innovation und fördert sozialverträgliche Arbeit in den Produktionsländern: kleines Gerät, große Wirkung!

Prof. Dr.-Ing. Andrea Siebert-Raths, Leiterin des IfBB, freut sich über die besondere Würdigung: „Die Ehrung als „Ausgezeichneter Ort“ freut uns sehr. Wir sind stolz, dass unser Projekt „Faire Computermaus aus Biowerkstoff“ zu einem der 100 „Ausgezeichneten Orte im Land der Ideen“ ausgewählt worden ist und sehen die Auszeichnung als große Motivation für unsere Forschung. Unsere aktuellen Projekte und Initiativen zeigen, welches Potenzial in Biowerkstoffen steckt. Es lohnt sich, sich mit nachhaltigen Technologien zu beschäftigen, sie zu erforschen und zu fördern. Das globale Kunststoffproblem macht deutlich, dass ein anderer Umgang mit Kunststoffen dringend geboten ist – Biokunststoffe können ein Teil der Lösung sein.“

Die niedersächsischen Preisträger beim Empfang des Ministerpräsidenten Weil
Quelle: Deutschland – Land der Ideen/Alexander Demandt

Engagierte Partner: „Deutschland – Land der Ideen“ und die Deutsche Bank

„Deutschland – Land der Ideen“ ist die gemeinsame Standortinitiative der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft, vertreten durch den BDI. Die Deutsche Bank ist seit 2006 Partner und Nationaler Förderer des Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“. Ziel ist es, Innovationen aus Deutschland im In- und Ausland sichtbar zu machen und die Leistungskraft und Zukunftsfähigkeit des Standorts zu stärken.

Kontakt:

Für weitere Fragen steht Ihnen Dr. Lisa Mundzeck am IfBB – Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe an der Hochschule Hannover unter Telefon 0511 9296-2269 oder per E-Mail an lisa.mundzeck@hs-hannover.de gerne zur Verfügung.