SeaArt-Projekt startet mit Feldversuchen an Nord- und Ostsee

von

(Hannover, 18.11.2016) Das Forschungsteam um Projektleiterin Maike Paul von der TU Braunschweig hat kürzlich mit der Feldarbeit an der Nord- und Ostsee begonnen und untersuchte mögliche Standorte für die Forschungsarbeiten im Gelände.

Seegras, Quelle: Maike Paul

Am 2. November wurden die ersten Ergebnisse des einwöchigen Forschungsaufenthalts bei einer Auftaktveranstaltung des Projekts in Braunschweig vorgestellt.

Besonders wichtig bei der Auswahl von Standorten für die Feldforschung sind die jeweiligen Bewuchsbedingungen des Seegrases Zostera marina an der Nord- und Ostsee. Im Wattenmeer der Nordsee wird das Seegras beispielsweise nicht dauerhaft überflutet – ein wesentlicher Unterschied zu den Wuchsbedingungen an der Ostsee.

Die anstehende Feldforschung sowie das weitere Fortkommen des interdisziplinären Projekts wurden unter den Projektpartnern auf der zweitägigen Veranstaltung diskutiert und konkretisiert.

Seegras, Quelle: Matthias Goerres

Das Projekt SeaArt erforscht die langfristige Ansiedlung von Seegras-Ökosystemen durch bioabbaubare künstliche Wiesen. Bei der Materialauswahl kommen die Forscher des IfBB zum Zug: Sie untersuchen bioabbaubare Materialien im Hinblick auf ihre mögliche Verwendung als künstliches Seegras vor dem Hintergrund der biologischen und physikalischen Umweltbedingungen für die künstliche Seegrasansiedlung. Der Fokus der Forschung liegt bei der Entwicklung von Materialien, die unter marinen Bedingungen kontrolliert abbauen.

Die Projektleitung liegt beim Institut für Geoökologie der Technischen Universität Braunschweig, als Projektpartner involviert sind neben dem IfBB an der Hochschule Hannover das Forschungszentrum Küste der Leibniz Universität Hannover, das Ludwig-Franzius-Institut für Wasserbau, Ästuar- und Küsteningenieurwesen der Leibniz Universität Hannover sowie Soiltec GmbH.

Das Projekt wird vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur im Rahmen des „Niedersächsischen Vorab“ der Volkswagenstiftung gefördert.

Kontakt und Ansprechpartner

Für weitere Fragen steht Ihnen Dr. Lisa Mundzeck am IfBB – Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe an der Hochschule Hannover unter Telefon 0511 9296-2269 oder per E-Mail an lisa.mundzeck@hs-hannover.de gerne zur Verfügung.