Einsatz und Verarbeitung von Biopolymeren in Lebensmittelverpackungen

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Quelle: IfBB

(Hannover, 22.12.2014) Im Anschluss an die VDI-Fachtagung „Kunststoffe im Food Packaging“ in Karlsruhe fand am 11. Dezember der Spezialtag mit dem Fokus auf Biokunststoffe statt. Neben zunächst allgemeinen Informationen rund um biobasierte Werkstoffe stellten die Referenten gezielt verarbeitungsrelevante und entsorgungstechnische Aspekte vor.

Kunststoffverpackungen werden zunehmend ein gesellschaftspolitisches Thema. Dreh- und Angelpunkt sind die Fragen zur Müllvermeidung, zur Einsparung fossile Ressourcen und zur Entwicklung ökologischer Alternativen und dies nicht erst, seit die EU den Plastikeinwegtüten den Kampf angesagt hat.

Aus diesem Grund legte das IfBB - Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe in seinen Vorbereitungen für den VDI-Spezialtag den Fokus auf biobasierte und/oder – abbaubare Kunststoffe im Verpackungsbereich. Reizvoll war, dass die gut 20 Seminarteilnehmer aus Industrie und Forschung sich für alle Aspekte entlang der Wertschöpfungskette und das gesellschaftliche Umfeld interessierten. Sie beschäftigt zunehmend die gesellschaftliche Akzeptanz von Plastik jeder Art. Wird bei den konventionellen Materialien die Umweltverschmutzung kritisiert, so werden bei den bio-basierten Werkstoffen zunehmend der Flächenbedarf und die gentechnisch veränderten Rohstoffe diskutiert. Das Seminar bot diesbezüglich eine gute Plattform für einen fachlichen, sachlichen Austausch zu diesen emotionalisierten Themen.

Am Nachmittag stand dann die Verarbeitung im Mittelpunkt. Vom Spritzgießen über das Thermoforming, den Extrusionsprozess und das Blasformen bis hin zur Nachbearbeitung und Prüfung von Biokunststoffen beim Schweißen und Kleben. Es bleibt also abzuwarten, wie sich die Verpackungsindustrie gegenüber ihrer wachsenden gesellschaftlichen Verantwortung verhält. Biokunststoffe bieten bereits in vielen Anwendungsbereichen eine Materialalternative.

Kontakt und Ansprechpartner

Für weitere Fragen steht Ihnen Nuse Lack-Ersöz am IfBB – Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe an der Hochschule Hannover unter Telefon 0511 9296-2278 oder per E-Mail an nuse.lack@hs-hannover.de gerne zur Verfügung.