Forschungsprojekte Nachhaltigkeit

Quelle: raumprobe OHG

Produkte kreislauffähig und ressourcensparend zu konstruieren, wird unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit immer wichtiger und erfährt zunehmend Aufmerksamkeit. Designer*innen und Produktentwickler*innen sind daher an einer nachhaltigen Gestaltung ihrer Produkte unter Berücksichtigung biobasierter Materialien sehr interessiert. Unter dem Aspekt des sogenannten Ökodesigns haben Materialauswahl und Konstruktion sowohl Einfluss auf die Lebensdauer als auch auf das Lebensende.

Quelle: IfBB

Die Datengrundlage von Biokunststoffen ist immer noch mangelhaft, bzw. oftmals nicht in kompakter Form einfach greifbar für Anwender*innen. Um biobasierte Kunststoffe in verschiedenen Anwendungsfeldern zu etablieren, bedarf es schneller und zeitgemäßer Informationsquellen, die leicht und verständlich zugänglich sind.

Quelle: IfBB

Im Mittelpunkt des Forschungsprojektes „MabiKu - Biobasierte und bioabbaubare Kunststoffe - Lösungsoption der Marine Litter-Problematik?“ steht für das IfBB deswegen die Frage, ob und in welchen Einsatzgebieten marin abbaubare Kunststoffe eine Lösung im Kampf gegen die Verschmutzung der Meere sein können.

BioMat_LCA-Projektlogo. Quelle: IfBB
Quelle: IfBB

Die möglichst frühe Integration von umweltbeeinflussenden Faktoren bei der Werkstoffauswahl bei einer gleichzeitig möglichst einfachen Herangehensweise im Konstruktionsprozess ist das Ziel dieses Projektes. Es ist auch Ziel des Projektes aus bereits bekannten Methoden der Nachhaltigkeitsbewertung verwertbare Elemente zu identifizieren und so zu kombinieren, dass eine anwendungsorientierte, aber dennoch robuste Methode maßgeschneidert für biobasierte Werkstoffe entsteht.

Seegraswiesen sind bedeutende Ökosysteme der Meere, die u.a. im Küstenschutz für Wellendämpfung und Sedimentstabilisierung sorgen. Gleichzeitig sind sie jedoch stark gefährdet und vom Rückgang bedroht. Um Seegras wiederanzusiedeln und den Rückgang zu stoppen, entwickeln Wissenschaftler in einem niedersächsischen Verbundprojekt in den kommenden vier Jahren künstliches Seegras, das optisch dem natürlichen Seegras ähnelt, die Eigenschaften der echten Pflanzen nachahmt und somit gute Anwuchsbedingungen für transplantierte Seegräser herstellt.