Biokunststoffe für Hochtemperaturanwendungen (HoT-BRo2)

Aufwertung der Materialeigenschaften von thermoplastischen Biokunststoffen und Bioverbundwerkstoffen für Hochtemperaturanwendungen (HoT-BRo2)

Quelle: ContiTech / Pflitsch / Mann+Hummel

In der Machbarkeitsstudie HoT-BRo wurde die Möglichkeit der Substitution von petrobasierten Kunststoffen durch biobasierte Kunststoffe im Motorraum von Verbrennungsmotoren aufgezeigt. Aufbauend auf diesen Ergebnissen sollen im Vorhaben HoT-BRo2 gezielte Materialentwicklungen und -modifizierungen vorgenommen werden, um thermoplastische Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe branchenübergreifend im Hochtemperaturbereich anwendbar zu machen.

Der Fokus liegt zunächst auf der Entwicklung geeigneter Materialrezepturen, deren mechanische, thermische und chemische Performance produktspezifisch weiterentwickelt und angepasst werden soll. Bei den Referenzbauteilen der Industriepartner handelt es sich um ein Turbolader-Ladeluftrohr (Machbarkeitsstudie), ein Nutzfahrzeug-Flüssigfiltermodul, ein Thermomanagement-Modul und eine Kabelverschraubung. Hier wird vorwiegend auf der Basis von (teil-)biobasierten und rezyklierten Polyamiden ein möglichst hoher biobasierter Anteil der Gesamtrezeptur angestrebt, der mindestens 50 % betragen soll. Darüber hinaus stehen die Verarbeitungsprozesse (Extrusionsblasformen und Spritzgießen) sowie nachgelagerte Weiterverarbeitungstechniken (Strahlenvernetzen, Schweißen, Kleben) im Vordergrund. In Zusammenarbeit mit den Material- und Technologiepartnern werden in den jeweiligen Projektphasen unterschiedliche Lösungsansätze verfolgt und Prozessgrenzen identifiziert. Eine projektbegleitende Ökobilanzierung liefert Rückschlüsse für die Nachhaltigkeitsbewertung der entwickelten Materialien.

 

Projektzusammenfassung

  • Projekttitel: Biokunststoffe für Hochtemperaturanwendungen (HoT-BRo 2)
  • Trägerschaft: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR)
  • Finanzierung: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)
  • Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Andrea Siebert-Raths
  • Projektverantwortliche: Jan Kuckuck, M.Sc., Prof. Dr.-Ing. Andrea Siebert-Raths
  • Projektpartner: ContiTech MGW GmbH, Mann+Hummel GmbH, RF Plast GmbH, PFLITSCH GmbH & Co. KG, ARKEMA France, Radici Chimica SpA, BGS Beta-Gamma-Service GmbH & Co. KG, Schwarzwälder Textil-Werke Heinrich Kautzmann GmbH, OKA-TEC GmbH, HBL-Plast GmbH
  • Förderkennzeichen: 2219NR216
  • Laufzeit: 01.04.2021 – 31.03.2024

Kontakt

Jan Kuckuck, M.Sc., 0511 9296-2815, jan.kuckuck@hs-hannover.de