Sind biobasierte Kunststoffe umweltfreundlicher als erdölbasierte?

Eine grundsätzliche Aussage dazu, ob Biokunststoffe umweltfreundlicher sind als fossilbasierte, lässt sich nicht treffen. Tendenziell kann die Nutzung nachwachsender Rohstoffe aber erstens die begrenzten Erdölvorräte schonen und im durchschnittlichen Vergleich mit herkömmlichen erdölbasierten Rohstoffen zweitens die CO2-Emissionen verringern. Biokunststoffe sind also nicht per se umweltfreundlicher als erdölbasierte Kunststoffe, es hängt vielmehr von der konkreten Anwendung ab. Sie können eine Teillösung im Kampf gegen die Umweltverschmutzung durch Kunststoffe sein, denn sie bieten mit ihrer nachwachsenden Rohstoffbasis eine Alternative zur Erdölnutzung.

Grundsätzlich gilt: Für einen nachhaltigeren Umgang mit Kunststoffen müssen wir die Kreislaufwirtschaft weiter vorantreiben, die Recyclingquote nachhaltig erhöhen, die Kaskadennutzung stärken und bereits bei der Herstellung von (Bio-)Kunststoff-Produkten nach dem Motto „Design for Recycling“ handeln. Das bedeutet zum Beispiel den konsequenten Einsatz von Monomaterialien bei Verpackungen, aber gleichzeitig auch die konsequente Reduktion aller Kunststoffe – wo irgend möglich.